Die Burg Altwied

Die Burg Altwied im Wiedtal

Die Burg Altwied liegt im gleichnamigen Ort im Wiedtal rund 5 Kilometer nördlich von Neuwied. Sie gilt als Stammburg der Grafen zu Wied und vom einstigen Glanz sind heute nur noch wenig mehr als die Reste erkennbar.Die als Höhenburg angelegte Festung steht auf einem schmalen Felsgrat und wird an 3 Seiten von der Wied umflossen, was sie ideal gegen Angriffe und Belagerungen schützt.

Urkundlig erwähnt wurde die Burg erstmalig im Jahr 1129, als der Wohnturm der Burg erbaut wurde. In der Folge wurde die Burg weiter ausgebaut. Neben einer starken Umfriedung kam auch eine Kapelle hinzu.

Bis 1690 war die Burg vom Grafengeschlecht derer von Wied bewohnt. Als danach niemand mehr für den Unterhalt des alten Gemäuers aufkommen wollte, verfiel die Festung zusehends. Später diente sie als Steinbruch für die Erbauung des Schlosses Monrepos um 1760 und auch die Bewohner der Feste Ehrenbreitstein bedienten sich an ihr als Baustofflieferant.

Von der einst mächtigen Burg stehen nur noch Teile.

Um 1880 gab es seitens der adligen Besitzer Bemühungen, einige Räume und einer der kleineren Türme wiederherzustellen, doch das Engagement zur Erhaltung der Burg schlief kurze Zeit später wieder ein.

Obwohl es niemals zu einer Belagerung oder gar Eroberung kam, halten sich bis heute hartnäckig Gerüchte um die Legende von der „gebratenen Katz'“: Während einer längeren Belagerungen warfen die Belagerer wohl aus Häme und zum Zwecke der Demoralisierung eine gebratene Katze über die Mauer. Doch die zahlreichen Geheimgänge ermöglichten es den vermeintlich Eingeschlossenen vorbei an den Belagerern die umliegenden Wälder zu erreichen, in denen sie unbehelligt der Jagd nachgehen konnten und entsprechend den Nahrungsbedarf decken konnten. Kurzerhand warfen die Bewohner den Belagerern spottend ein gebratenes Reh herunter.

Trotz Bemühungen meist geschlossen

Seit neuerer Zeit bemüht sich der Heimatverein Altwied um die Erhaltung der Ruine. Es ist ein Kampf gegen die Windmühlen, schenkt man den Verantwortlichen Glauben. Wo noch vor Kurzem regelmäßig die Tore der Burg den Besuchern von kulturellen Veranstaltungen und Weihnachtsmärkten sowie zur allgemeinen Besichtigung offen standen, bleiben diese heute der breiten Masse verschlossen.‘

Einblicke in den Innenbereich gibt es offiziell nicht mehr.

Nach den Anschlägen auf den Berliner Weihnachtsmarkt wurden die Sicherheitsbestimmungen drastisch verschärft, was den Ehrenamtlichen die Arbeit erschwert und dazu geführt hat, dass geplante Bemühungen um kulturelle Events zunächst gänzlich eingestellt wurden.

Wir hatten ausgesprochenes Glück – so versicherte uns auch unser Gastgeber in Altwied. Um so mehr sind wir erfreut, auch noch eine persönliche Führung über das Burggelände zu erhalten.

Wir erfahren, dass der alte Burgfried über einen aufwändigen Holzvorbau begehbar gemacht wurde, der über Treppen und Plattformen Zugang zu den Wohn- und Aufenthaltsräumen gewährte. Und tatsächlich: Wer sich das beeindruckende zentrale Mauerwerk ansieht, wird schnell bemerken, dass es keine Zugangstüren im unteren Bereich gibt.

Vor Fertigsstellung des Brunnens: Der Wasserschacht

Auch der über 30 Meter tiefe Brunnen, ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Bauingenieurskunst. Über 2 Generationen soll es gedauert haben, bis der Brunnen durch den Fels getrieben werden konnte. Bis zur Fertigstellung bezog mal das Wasser über einen anderen Schacht, der vom Fuß der Burg bis hinunter zur Wied führte.

Besichtigungen bleiben Ausnahme

Nur zu seltenen Anlässen ist das Gelände zugänglich und für uns war es ein großes Glück, dass sich am Tage unseres Besuches der Vorstand des Heimatvereins eintraf, der uns voller Begeisterung eine spannende Führung gab, bei der wir auch Zugang zu dem alten Wasserschacht ermöglichte.

Insgesamt ein schönes und imposantes Bauwerk, das einen Besuch definitiv lohnt. Wer die Chance hat, das mittelalterliche Bauwerk auch von innen besichtigen zu können, der sollte diese unbedingt nutzen, denn der Zugang zur Burg ist generell für die Öffentlichkeit gesperrt.

Wer weitere Fragen hinsichtlich Besichtigungsterminen hat, kann sich an Herrn Josef Monno vom Heimatverein Altwied wenden unter der Telefonnummer 0171 224 5446.

Kulinarischer Exkurs

Nach anstrengender Besichtigung hungrig geworden? Eine gute Empfehlung ist das Steakhaus Altwied zu Füßen der Burg, dessen sensationelle Steaks wir wärmstens empfehlen können.

Wir waren insgesamt zwei Tage in Altwied und nach dem ersten Besuch im Steakhaus waren wir auch insgesamt zwei Abende dort Steak essen. Mein Tipp: Das Donald Russel scottish Angus Rumpsteak – eine Sensation für Fleischliebhaber. Wer sich mal durchtesten möchte, der kann nach dem Probierteller fragen. Weitere Infos auch hier: Steakhaus Altwied

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.