Delfin-Tauchen auf Mnemba

Delfine am Mnemba Atoll – ungeplant und sehr willkommen!

Eigentlich sind wir für 2 Tauchgänge von Sansibar nach Mnemba übergesetzt. Zwar sieht man hier auch gelegentlich Delfine, aber dafür braucht es die gehörige Portion Glück. Wegen der ausblibenden Flut wurden die Tauchgäste kurzerhand auf ein landestypisches Daladala umgeladen und nach eine halbstündigen Fahrt erreichen wir den Abfahrtspunkt.Das Tauchboot liegt hier mit genügend Wasser unter dem Rumpf uns es geht.

Nach der Überfahrt absolvieren wir einen spannenden Tauchgang am Turtle Point und verbringen die Oberflächenpause bei Früchten und Samosas an Deck. Es ist ein strahlender Tag und das Wasser auf der Sandbank, auf der wir Anker geworfen haben, leuchtet ins sattem Türkis.  Um uns lagern noch weitere Ausflugsboote, die ebenso Taucher und Schnorchler an das beliebte Mnemba-Atoll befördert haben.

„Dolphins, Dolphins!“ – Delfine in Sicht!

Dann erhebt eines der Crew-Mitglieder seine Stimme und deutet Richtung Lagune. Wir müssen nicht lange hinsehen: Nicht ein, nicht zwei, nicht drei – eine ganze Schule großer Tümmler (es ist die größte Delfin-Art) tummelt sich da im inneren der Lagune. Nach wenigen Minuten hat die Crew das Beiboot startklar gemacht und alle, die sich das Delfinspektakel nicht entgehen lassen wollen, sitzen auf ihren Plätzen.

Schnell sind wir am Ort des Geschehens und ebenso schnell ziehen die Delfine weiter. Unser Bootsführer versucht uns, ein seitlich versetzt zur Bewegungsrichtung der Delfinen abzusetzen. Nach einige Versuchen haben wir die ideale Position erreicht und wir gleiten schnell ins Wasser. Mit kräftezehrenden Flossenschlägen bewege ich mich mit der großen Kamera im spitzen Winkel zur angenommenen Schwimmrichtung der Delfine und mühelos holen die Tiere auf.

Ich ärgere mich, meinen Schnorchel nicht mitgenommen zu haben, denn das ständige Paddeln mit dem Kopf unter Wasser zehrt noch mehr an den Kraftreserven. Mühsam hebe ich den Kopf über Wasser, um Atem zu holen, und senke ihn gleich wieder ins Wasser ab, um die Delfine nicht aus den Augen zu verlieren. Am sandigen Boden zähle ich über 35 Tiere. Ein paar verharren spielerisch mit der Schnauze im Sand.

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