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Das Deutsche Eck

Das Deutsche Eck: wo Mosel auf Rhein trifft. (Quelle: Pixabay)

In der rheinland-pfälzischen Stadt Koblenz beheimatet, dort wo „Vater Rhein auf Mutter Mosel trifft“, findet sich das Deutsche Eck. Die Mündung dieser beiden Fließgewässer stellt überdies den Namensursprung der Stadt dar. Der heutige Stadtname Koblenz lässt sich nämlich aus dem lateinischen „Castellum apud Confluentes“ herleiten und bedeutet „das Kastell bei den Zusammenfließenden“. Eine Begrifflichkeit, die sich in der von Römern besetzten Anfangszeit der Stadt etablierte und sich schließlich im Laufe der Jahre zu dem heute bekannten Stadtnamen entwickelte. Die Bezeichnung Deutsches Eck hingegen findet ihren Ursprung in der Ansiedlung des deutschen Ordens im Jahre 1216, in welchem Erzbischof Theoderich von Wied die Ritter jener Vereinigung nach Koblenz bat, um ihnen das entsprechende Gelände samt Kastorkirche und anliegendem St.Nikolaus-Krankenhaus zu schenken.

Das Kaiser-Wilhelm-I. Denkmal

Quasi nicht zu übersehen, findet sich auf diesem geschichtsträchtigen Platz ein riesiges Standbild eines reitenden Mannes. Denkmäler dieser Art waren vorwiegend Menschen vorbehalten, welche außergewöhnliche politische oder militärische Leistungen vollbringen konnten. Das Pferd steht hierbei symbolisch für die Attribute Macht und Autorität.

Das bekannte Reiterstandbild von Kaiser-Wilhelm-I. (Quelle: Pixabay)

Ein solcher Mensch war zweifelsohne auch Kaiser-Wilhelm der I.. Ein Mann, welcher im Zeitraum von drei Kriegen (1864, 1866 und 1871) für die Einigung Deutschlands kämpfte. Im Jahr seines Todes (1888) kam sodann erstmals die Idee auf, ihm als Dank für seine Taten ein Denkmal zu errichten. Drei Jahre darauf entschied sich der Enkel des Verstorbenen, Kaiser-Wilhelm-II., Koblenz als Standort für dieses Projekt auszuwählen. Dazu wurde der heute bekannte Platz künstlich geschaffen, indem ein sich damals dort befindlicher Nothafen zugeschüttet wurde. Im Jahre 1897 konnte das Denkmal letztlich final eingeweiht werden.

Im Verlauf des zweiten Weltkriegs geriet Koblenz jedoch unter schweren Artilleriebeschuss, sodass nicht nur große Teile der Stadt zerstört wurden, sondern auch die denkwürdige Statue. Erst viele Jahre später (1993) entschied man sich eine Rekonstruktion des Denkmals erneut auf den Sockel heben zu lassen, wobei der ursprüngliche Kopf des alten Kaiserdenkmals noch heute im Mittelrhein-Museum zu bewundern ist.

Auch heute noch ein Touristenmagnet und Veranstaltungsort zahlreicher Events. (Quelle: Pixabay)

Heutige Funktion

Das Deutsche Eck erfreut sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit bei Touristen aus aller Welt. Jährlich strömen weiterhin circa 2 Millionen Menschen in die Stadt, um einen Blick auf das ehrwürdige Denkmal zu erhaschen. Das 37 Meter hohe Monument zählt unterdessen seit dem Jahre 2002 ebenfalls zum UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“. Neben dem historischen- und touristischen Wert spielt das Standbild inklusive Vorplatz zudem eine wichtige Rolle im Rahmen von Veranstaltungen regionaler Events. So finden jährlich verteilt immer wieder Konzerte, Bühnenshows oder sonstige Ereignisse dort statt. Bei dem bekanntesten Event, welches vom Deutschen Eck aus sehr gut zu bewundern ist, handelt es sich um „Rhein in Flammen“. Dieses findet jedes Jahr im August statt, wobei ein großes Feuerwerk den Himmel sowie den Rhein in bunten Farben erleuchten lässt.

Fazit

Das Deutsche Eck ist ein zeitloses Denkmal, welches stets einen Besuch wert ist. Sei es im Zuge einer Städtetour oder eines speziellen Events – der Vorplatz mit Blick auf Rhein und Mosel sowie die Festung Ehrenbreitstein laden zum Verweilen ein. Durch zahlreiche ansässige Restaurants und eines unmittelbar anliegenden Biergarten ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, sodass einem entspannten Aufenthalt nichts mehr im Wege steht.

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