Die Burg Altwied

Zahlreiche Geheimgänge

Obwohl es niemals zu einer Belagerung oder gar Eroberung kam, halten sich bis heute hartnäckig Gerüchte um die Legende von der „gebratenen Katz'“: Während einer längeren Belagerungen warfen die Belagerer wohl aus Häme und zum Zwecke der Demoralisierung eine gebratene Katze über die Mauer. Doch die zahlreichen Geheimgänge ermöglichten es den vermeintlich Eingeschlossenen vorbei an den Belagerern die umliegenden Wälder zu erreichen, in denen sie unbehelligt der Jagd nachgehen konnten und entsprechend den Nahrungsbedarf decken konnten. Kurzerhand warfen die Bewohner den Belagerern spottend ein gebratenes Reh herunter.

Trotz Bemühungen meist geschlossen

Seit neuerer Zeit bemüht sich der Heimatverein Altwied um die Erhaltung der Ruine. Es ist ein Kampf gegen die Windmühlen, schenkt man den Verantwortlichen Glauben. Wo noch vor Kurzem regelmäßig die Tore der Burg den Besuchern von kulturellen Veranstaltungen und Weihnachtsmärkten sowie zur allgemeinen Besichtigung offen standen, bleiben diese heute der breiten Masse verschlossen.‘

Einblicke in den Innenbereich gibt es offiziell nicht mehr.

Nach den Anschlägen auf den Berliner Weihnachtsmarkt wurden die Sicherheitsbestimmungen drastisch verschärft, was den Ehrenamtlichen die Arbeit erschwert und dazu geführt hat, dass geplante Bemühungen um kulturelle Events zunächst gänzlich eingestellt wurden.

Wer spontan einen Besuch zum Burggelände aufbricht, dessen Weg endet meist vor den verschlossenen Türen der Höhenburg Altwied.

Wir hatten ausgesprochenes Glück – so versicherte uns auch unser Gastgeber in Altwied. Um so mehr sind wir erfreut, auch noch eine persönliche Führung über das Burggelände zu erhalten.

Wir erfahren, dass der alte Burgfried über einen aufwändigen Holzvorbau begehbar gemacht wurde, der über Treppen und Plattformen Zugang zu den Wohn- und Aufenthaltsräumen gewährte. Und tatsächlich: Wer sich das beeindruckende zentrale Mauerwerk ansieht, wird schnell bemerken, dass es keine Zugangstüren im unteren Bereich gibt.

Vor Fertigsstellung des Brunnens: Der Wasserschacht

Auch der über 30 Meter tiefe Brunnen, ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Bauingenieurskunst. Über 2 Generationen soll es gedauert haben, bis der Brunnen durch den Fels getrieben werden konnte. Bis zur Fertigstellung bezog mal das Wasser über einen anderen Schacht, der vom Fuß der Burg bis hinunter zur Wied führte.

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